likör

 Süße Spirituose Likör ist eine süße Spirituose mit einem Zuckergehalt von mindestens 100 g/l. Er kann aus aromatisiertem Ethylalkohol, der landwirtschaftlichen Ursprungs ist, oder aus einem ebenfalls aus der Landwirtschaft stammendem Destillat hergestellt werden. Dabei ist die Zugabe von Rahm, Obst oder Wein etc. gestattet. Der Mindestalkoholgehalt beträgt 15 % Vol., für Eierlikör nur 14 % Vol. Nach der EU-Verordnung (EG) Nr. 110/2008 ist auch eine Zugabe der dort festgelegten Farb- und Aromastoffe erlaubt. Für Enzianlikör aus natürlichen Aromen gilt als Ausnahme ein Mindestzuckergehalt von 80 g/l; Kirschlikör muss zu 100 % aus einem Kirsch-Destillat stammen, hier reicht ein Mindestzuckergehalt von 70 g/l; ein Fruchtsaftlikör muss mindestens 20 % Fruchtsaft enthalten. Für Liköre mit der Bezeichnung „Brandy“ gibt es zusätzliche bezeichnungsrechtliche Regeln. Likörweine, eine Spezialität Südeuropas, sind Weine, deren Gärung durch Aufspriten unterbrochen wurde, weshalb ein natürlicher Restzucker und ein verhältnismäßig hoher Alkoholgehalt (mindestens 15 % Vol., höchstens 22 % Vol.) vorhanden ist. Die genaue Definition befindet sich in der EU-Verordnung 1493/1999 vom 17. Mai 1999, die bis heute mehrfach ergänzt wurde, zuletzt 2008.PB20150422

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