Lenz Moser

 Aus Österreich stammende Reberziehungsart (Hochkultur)Der Österreicher Lenz Moser hat bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in seiner Rebschule mit neuen Erziehungsarten experimentiert, um die in der Fläche eher unrentable, arbeitsintensive Stockerziehung sinnvoll zu ersetzen. Im Zuge des Arbeitskräftemangels nach dem Krieg hat sich die auch Hochkultur genannte Erziehungsart von Lenz Moser durchgesetzt, die eine deutlich geringere Stockzahl pro Hektar und damit mehr Raum, Licht und Nährstoffe und breitere Gassen vorsieht.Die Stöcke erreichen eine Höhe von 1 m bis 1,30 m, die Triebe waren ursprünglich in der so genannten Drittelteilung angeordnet, bei der je ein Drittel der Triebe nach links und rechts in die Gassen hingen und ein Drittel gerade hoch standen, was einen guten Lichteinfall, allerdings auch viel Platz in den Gassen brauchte. Die ursprüngliche Hochkultur nach Lenz Moser ist inzwischen den Bedürfnissen des Maschineneinsatzes angepasst und vor allem durch die Anwendung des Halbbogenschnitts statt des ursprünglichen Zapfenschnittes mit zwei Kordonarmen verbessert worden. Auch die geringe Anzahl von etwa 3.000 Stöcken pro Hektar wurde wieder erhöht, weil sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass die einzelne Rebe durch zu viel Standraum überlastet werden kann.  PB20130731 

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