Lederbeeren

 Geschrumpelte Beeren bei Peronospora-Befall Peronospora (Falscher Mehltau) ist ein Pilz, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts über Frankreich aus den USA eingeschleppt wurde. Bei bestimmten Witterungsbedingungen (anhaltende Feuchtigkeit und geeignete Temperaturen) breitet sich der Pilz schnell aus und führt zum Abwerfen der Blätter und zum Schrumpeln der Beeren.Lederbeeren entstehen, wenn sich Peronospora auf der Traube ausbreitet. Das Krankheitsbild zeigt sich meist zuerst auf Triebspitzen und Blättern, wo sich auf der Oberseite so genannte Ölflecken bilden, auf der Unterseite hingegen ein weißlicher Pilzbelag. Wenn der Befall intensiv ist, vertrocknen Triebspitzen und Blätter und fallen ab, weshalb Peronospora manchmal auch Blattfallkrankheit genannt wird. Je nach Zeitpunkt des Befalls können auch die Gescheine (verkümmern und fallen ab) bzw. die jungen Beeren samt Kamm betroffen sein, wo sich ebenfalls ein weißer Pilzrasen bildet. Auf etwas größeren Beeren bildet sich kein Belag, dafür entstehen die meist violettfarbenen Lederbeeren, die ihren Namen dem Erscheinungsbild verdanken: Die Früchte trocknen aus, schrumpeln und entwickeln damit ein ledriges Aussehen. Beeren, die bereits eine weiße Wachsschicht ausgebildet haben, werden von Peronosporasporen nicht mehr befallen (zur Bekämpfung siehe unter den Stichwörtern Peronospora und Fungizid).PB20130723

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