Kultwein

 Wein, der aus unterschiedlichen Gründen zum Kult erhoben wird Kultweine entstehen immer über den Weg der einschlägigen Medien, wenn Weinjournalisten oder andere Interessierte (z. B. Parker) einen bestimmten Wein aus der Masse der guten, manchmal sehr guten Weine herausheben wollen. Meist handelt es sich entweder um aufstrebende Produzenten, die einen hochgelobten (teuren) Tropfen aus einem besonderen Jahrgang und natürlich in klein(st)en Mengen zustande gebracht haben, oder um ein ehrwürdiges, seit Jahrzehnten oder länger an der Spitze stehendes Weingut, das allein aufgrund seiner exorbitanten Preise und auch hier der kleinen Mengen eine Stellung als Kultwein erreichen. Eine Voraussetzung ist auch, dass solche Weine bei einschlägigen Veranstaltungen von den richtigen Leuten geordert oder getrunken werden. Klassische Kultweine waren lange Zeit der toskanische Sassicaia oder der Barolo von Bartolo Mascarello. Auch in Deutschland hat (und hatte) es Kultweine bzw. Kultwinzer z. B. Fürst aus Unterfranken oder Breuer, vielleicht auch Künstler, beide aus dem Rheingau. Selbst Weine wie Petrus, Cheval Blanc oder Mouton Rothschild müssen sich bisweilen das eigentlich fragwürdige Attribut Kult anhängen lassen, aber solange sich damit Geld verdienen lässt, sollte das ein zweitrangiges Problem sein. PB20130715

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