Küfer

 Ehemals traditioneller Ausbildungsberuf in der Weinbranche Beim Beruf des Küfers wird unterschieden zwischen dem Weinküfer, der als Geselle die rechte Hand des Kellermeisters ist (und um den es hier geht) und dem Fassküfer, der auch als Fassbinder oder Büttner (siehe dort) bezeichnet wird. Je nach Bundesland und Schulabschluss durchläuft ein Auszubildender des Weinküferhandwerks eine Lehrzeit von zwei bis drei Jahren, die mit einer entsprechenden Gesellenprüfung abgeschlossen wird und nach einigen Jahren in der Praxis und dem Besuch einer weiterführenden Schule zum Ablegen der Prüfung als Weinküfermeister (Kellermeister) befähigt. Die Tätigkeit des Weinküfers umfasst das Ausführen aller Tätigkeiten, die im Keller anfallen, von der Traubenannahme über die Pressung, die Gärung, den Weinausbau und die Weinbehandlung bis zu Abfüllung und Flaschenlagerung. Je nach Erfahrung und Befugnis folgt der Weinküfer in der Regel den Anweisungen des Kellermeisters, der dafür auch die Verantwortung übernimmt. Früher (von 1956 bis 1982) hieß der Weinküfer Weinhandelsküfer und hatte noch etwas mehr mit der Vermarktung der Produkte zu tun; seit August 2013 - also nach nur knapp 30 Jahren - hat auch die Bezeichnung Weinküfer ausgedient, jetzt ist ein solcher Handwerker ein so genannter Weintechnologe - wenigstens ist aber die Arbeit dieselbe geblieben. Der Duden ist übrigens wie immer nicht auf dem neuesten Stand (State of the Art!), dort ist ein Technologe nach wie vor ein Fachmann oder Wissenschaftler auf dem Gebiet der Technologie. PB20130628 

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