Kreuzung

 Kombination des Erbgutes zweier Rebsorten zu einer neuen Sorte  Was in der Natur sehr häufig nach dem Zufallsprinzip geschieht, macht ein Rebzüchter ganz gezielt: Er kombiniert (kreuzt!) das Erbgut von zwei für sein Ziel geeigneten Sorten über eine geschlechtliche Vermehrung und erhält so eine neue Sorte, die - mit viel Glück - gute Eigenschaften aufweist. Oft ist das Ergebnis aber nicht befriedigend und so stecken in manchen Rebsorten über viele Generationen hinweg etliche andere Sorten, die ebenfalls ihr Erbgut einbringen. Der Name der Kreuzung benennt die letzten beiden in der Reihe als Mutter x Vater. Müller-Thurgau, um nur ein Beispiel zu nennen, würde man nach heutigem Kenntnisstand als (Riesling x Madeleine Royale) bezeichnen.Manchmal verstecken sich auf diese Art und Weise alte Bekannte, wo man sie gar nicht vermutet hätte; so hat z. B. der Trollinger sein Erbgut in den Regent eingebracht - allerdings über sechs Generationen der Vaterlinie Chambourcin, Chancellor etc.. PB20130627 

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