Korkenzieher

 Gerät zum Entfernen des Korkens aus einer (Wein-)FlascheErstmals taucht ein Korkenzieher, der den Namen verdient, Ende des 17. Jahrhunderts in England auf. Das Werkzeug hat sich wahrscheinlich aus einem Gerät zum Reinigen von Gewehrläufen entwickelt, seither entstanden immer neue Systeme, die sich grob in drei Hauptkategorien einteilen lassen. Die häufigste Methode ist das Anbohren des Korkens mit einer Spindel und die Entfernung durch Zugkraft entweder mit oder ohne Hebel und/oder Drehbewegung. Eine wenig verbreitete, aber grundsätzlich andere Methode ist das Einfädeln zweier an einem Griff befestigter Metallblätter (Federzungen) zwischen Korken und Glaswand; der Korken lässt sich durch Ziehen und gleichzeitiges Hin-und-her-Wippen herausziehen (und übrigens unversehrt wieder einführen). Die dritte Variante ist das Ausnutzen von Überdruck; dabei wird eine dünne Kanüle durch den Korken gestoßen, über den Luft oder ein anderes Gas unter den Korken geführt wird und diesen herausdrückt.Die Methode des Anbohrens und Herausziehens ist die älteste und auch die mit den meisten Untervarianten. Es gibt den einfachen Zieher ohne Hebel, nur mit einem quer angeordneten Griff versehen, das Kellnermesser in verschiedenen Varianten (siehe dort), die Glocken-, Flügel- und Scherenkorkenzieher, die mit verschiedenen Hebel- und teils mit Drehfunktionen das Ziehen erleichtern oder - speziell für die Gastronomie - die Tischkorkenzieher, die zwar ziemlich groß sind und irgendwo befestigt sein müssen, aber dafür am wenigsten Kraft und Zeit brauchen. Alle anderen Methoden, eine Wein- oder Schaumweinflasche zu öffnen, zielen nicht auf den Korken direkt, sondern auf den Flaschenhals, der entweder mittels Sabrieren geköpft oder mit einer Port-Zange (arbeitet mit Temperaturunterschieden) abgebrochen wird. PB20130715

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