karaffe, karaffieren

Gefäß zum Umfüllen und Ausschenken von WeinKaraffen ähneln im Prinzip einem Krug, haben einen großen Bauch (meist kugel- oder kegelförmig), verfügen aber selten über einen Henkel und bestehen meist aus Glas, damit man den Wein, der dort hineingefüllt wird, auch sehen kann. Karaffen gibt es in ganz unterschiedlichen Größen, was teilweise auch mit ihrer Verwendung zu tun hat. Das Umfüllen von Wein aus einer Flasche in eine Karaffe kann viele Gründe haben, vier davon wollen wir hier nennen. Grund 1: Wer eine bestimmte Menge Wein abfüllen und servieren möchte, was in der Gastronomie bei offenen Weinen öfters vorkommt, dem dient die Karaffe als Maß. Grund 2: Wer zum Beispiel Wein in einem größeren, aber evtl. weniger schönen Gebinde z. B. in einer Bag-in-Box aufbewahrt, wird den Wein lieber in einer Karaffe servieren, sie dient dann der Zierde, weil sie natürlich viel schöner ist als ein schnöder Pappkarton.Grund 3: Wer einen in Würde gereiften Rotwein anbieten möchte, muss sich auf Depot in der Flasche gefasst machen. Damit dieses dem Gast nicht ins Glas gerät, wird der Wein vorsichtig in eine Karaffe dekantiert - und flott serviert, damit der Wein nicht unnötig Sauerstoff zieht. Fachleute dekantieren deshalb lieber in eine zweite Flasche statt in eine Karaffe.Grund 4: Wer einen noch recht jungen, kräftigen (Rot-)Wein servieren möchte, kann diesen in eine Karaffe umfüllen, damit er durch den Sauerstoffkontakt noch etwas atmen kann, was dem Wein evtl. seine Ecken und Kanten etwas schleift und die Aromen besser aufschließt - dieser Vorgang ist das eigentliche Karaffieren.PB20130623    

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