Kalium

 Alkalimetall (K), natürlich im Wein enthalten (0,5 bis 2,5 g/l) Die Anwesenheit von Kalium im Wein dürfte jedem Weinfreund zumindest indirekt bekannt sein, bildet doch Kalium zusammen mit der Weinsäure das Salz Kalium-Tartrat - den berühmten Weinstein. Kalium ist ein wichtiger Nährstoff für das Wachstum der Rebe und fördert sowohl die Photosyntheseleistung und den Wasserhaushalt der Blätter als auch die Bildung der Fruchtansätze und vieles mehr. Ein hoher Kaliumgehalt in Weinbergsböden hat auch einen Einfluss auf den Geschmack und zwar über die Säurestruktur der Weine, was von Verkostern bei bestimmten Konzentrationen als besonders angenehm beschrieben wird, weil die Mundfülle zunimmt (der maskierende Effekt von Kalium). Insofern ist z. B. bei der Dosierung einer nachträglichen Säuerung (in der Weinbauzone A ausnahmsweise in manchen Jahrgängen wie 2003 oder 2009 erlaubt) zu beachten, dass dabei immer der Kaliumgehalt stark abnimmt, was sich geschmacklich negativ (dünn, spitz) auswirkt. Ist hingegen zu viel Kalium im Wein enthalten, bekommt dieser eine unerwünschte seifig-breite Anmutung (zu hoher ph-Wert). Ein geeigneter Kaliumgehalt ermöglicht also über die Steuerung des ph-Wertes eine geschmackliche Feinabstimmung ohne dabei den Säuregehalt zu verändern.PB20130621

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