Insektizide

 Pflanzenschutzmittel gegen InsektenbefallDer Einsatz von Insektiziden geht heute immer mehr zurück, weil man entweder mit biologischen Mitteln wie Raubmilben, Bakterien (Bazillus thuringiensis), Fadenwürmer (Nematoden) gegen Schadinsekten vorgeht oder bis zu einem gewissen Punkt einen nicht allzu großen Schaden einfach hinnimmt oder sogar nutzt. Das ist zum Beispiel beim Heuwurm öfters der Fall, der als erste Larvengeneration der verschiedenen Traubenwicklerarten die Gescheine befällt und dabei eine gewisse Regulierung des Ertrages bewirken kann (wenn es nicht zu viel wird). Da man, falls doch notwendig, gezielt gegen Schadinsekten vorgehen will und gleichzeitig Nützlinge wie Bienen oder Marienkäfer schonen möchte, werden zum Beispiel Pheromonfallen in den Zeilen aufgehängt, die Insekten mit Sexuallockstoffen artenspezifisch anlocken und erst im Inneren der Falle mit einem entsprechenden Gift in Kontakt bringen. Insektizide können in Kontakt-, Fraß- und Atemgifte unterteilt werden, die Wirkungsweise beruht meist auf einer Hemmung der Signalübertragung der Nervenzellen, wobei verschiedene Wirkstoffe zum Einsatz kommen. Der weitaus größte Teil der auf dem Markt befindlichen Mittel ist für den Menschen keineswegs unproblematisch, selbst die als einigermaßen harmlos geltenden Pyrethroide können sich z. B. in der Leber ansammeln und schaden. Umstritten sind auch die Teils langen Zeiträume innerhalb derer sich die Mittel im Freien abbauen, weshalb die angegeben Karenzzeiten bis zur Lese nicht nur eingehalten, sondern am besten verlängert werden sollten. Ein weiteres Problem ist eine mögliche Anreicherung im Boden und damit eine potenzielle Gefahr für das Grundwasser. PB20130613

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