Hybride

  Kreuzung verschiedener (Zucht-)Linien (interspezifische Kreuzungen) Im Weinbau bezeichnet man im Allgemeinen die Kreuzungen aus amerikanischen (z. B. Vitis labrusca) und europäischen Sorten (Vitis vinifera) als Hybriden. Die Züchtungen werden vor allem zur Stärkung der Resistenz gegenüber Schädlingen und Pilzen durchgeführt, weil die amerikanischen Sorten gegen viele aus ihrer Heimat hierher eingeschleppte Krankheiten resistent sind (Echter und Falscher Mehltau, Reblaus etc.).Gewisse Nachteile dieser Züchtungen sind manchmal unangenehme Fehltöne wie der so genannte Hybrid- oder Foxton, aber auch übermäßig stark ausgeprägte Fruchtnuancen wie der Erdbeerton können entstehen. Meist sind jedoch bei den bei uns zugelassenen Sorten durch Kreuzen über mehrere Generationen hinweg solche Fehltöne entweder gar nicht mehr zu schmecken oder nur minimal, was auch analytisch bestätigt werden kann. Die bekannteste und erfolgreichste interspezifische Neuzüchtung ist der Regent, dessen Stammbaum durchaus Überraschungen birgt: Die 1967 am Geilweilerhof aus Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin gekreuzte Piwi (pilzwiderstandsfähige Rebsorte, verantwortlich dafür ist der Hybrid Chambourcin) hat in der Linie väterlicherseits (also über Chambourcin und Chancellor) in der 6. Generation einen Altbekannten, der sich dort unter dem Namen „Schiava Grossa“ versteckt hat, nämlich unser Trollinger!   PB20130609

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