hellfarben, hellfarbig

  Schwache Färbung von WeinenWird ein Wein als hellfarben oder -farbig bezeichnet, ist das nicht zwangsläufig negativ. Bei Weißweinen liegt der Farbton etwa im Bereich gelblich-weißlich, aber ohne wässrig zu wirken. Manche Rebsorten enthalten weniger gelbe Farbstoffe (Flavone), weshalb eine solche Ausprägung normal sein kann. Bei Roséweinen ist hellfarbig eine treffende Bezeichnung, wenn nur ein rosafarbener Schimmer zu erkennen ist, was für Rosé so nicht gedacht und auch nicht erlaubt ist. Eher schon bei Blanc de Noirs, wo keine deutliche Färbung vorgeschrieben ist. Auch bei Rotweinen kann der Ausdruck verwendet werden und bezeichnet dann Weine von Rebsorten, die (bei uns) weniger Anthocyane entwickeln wie z. B. Trollinger, manchmal auch Spätburgunder, wenn nicht mit Deckrot nachgeholfen wurde. Hellfarbigkeit kann natürlich auch auf einen Weinbehandlungsfehler zurückgehen z. B. durch Aktivkohle oder Überschwefelung; dann wirkt die Farbe jedoch unnatürlich gegenüber vergleichbaren Weinen.PB20130606

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