Hektarertrag

  Bezugsgröße für Qualität / Werkzeug zur Regulierung des Weinmarktes Der Hektarertrag (in hl/ha) ist die Menge Wein, die aus einer Fläche von einem Hektar erzeugt wird. Er hängt von etlichen Parametern ab z. B. von der Bepflanzungsdichte, der Leistungsfähigkeit der Rebsorte, dem Anschnitt, den Witterungsbedingungen u. a. während der Blüte, von einer möglichen Grünlese (siehe dort) und weiteren Details. Als Bezugsgröße für Qualität, aber auch um Mengen zu regulieren, gilt für den Hektarertrag ein gesetzlich festgelegter Höchstwert, der je nach Anbaugebiet bzw. Qualitätsstufe nicht überschritten werden darf, je nach Jahrgang aber behördlich angepasst werden kann.  Dazu gibt es in Deutschland zwei gültige Modelle, das Einwertmodell und das Qualitätsstufenmodell. Letzteres unterscheidet nach Qualitätsstufen und gilt - jeweils in hl/ha - in den Pfälzer Anbaugebieten Mosel (QbA 125 / Landwein, Deutscher Wein 150 / Grundwein 200) und Nahe, Rheinhessen, Pfalz (jeweils 105 / 150 / 200). Das Einwertmodell bezieht alle Qualitätsstufen ein und gilt in den Anbaugebieten Mittelrhein (105); Ahr, Hessische Bergstraße und Rheingau (100); Baden, Franken, Saale Unstrut (90) und Sachsen (80 bzw. 90 in Sachsen-Anhalt). In Württemberg liegt die Grenze bei 110, in Steillagen bei 150 hl/ha.Mengen, die die festgelegten Grenzen überschreiten, dürfen beim Qualitätsstufenmodell der Pfälzer nicht in Verkehr gebracht werden, sie müssen destilliert werden. Eine andere Regelung enthält das Einwertmodell, bei dem u. a. die Möglichkeit besteht, Übermengen unter 20 Prozent trotzdem zu verarbeiten und zu überlagern.PB20130605 

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