Grundwein

  1) Seit der Weinmarktsreform von 2009 in Deutschland Ersatz für den Begriff VerarbeitungsweinAls Grundwein (GW) wird in Deutschland ein Wein bezeichnet, der der Herstellung von Produkten aus Wein dient (zum Versekten, zum Brennen, als Glühwein etc.). Er ist im Qualitätsgruppenmodell im Rahmen der Regelung des zulässigen Gesamthektarertrages definiert und darf einen Ertrag von 200 hl/ha nicht überschreiten. 2) Traditioneller Begriff für Wein, der nur zur Bereitung von Schaumwein verwendet wirdGrundwein auf der Basis von Qualitätswein muss in Deutschland ein Mindestmostgewicht von 63° Oe aufweisen. Generell sollte das Mostgewicht wegen der späteren zweiten Gärung aber nicht zu hoch sein, um die Hefen nicht an der Arbeit zu hindern. Wichtig für einen guten Grundwein ist eine eher hohe Säure, weshalb die Trauben dafür möglichst früh gelesen werden. Für die Bereitung von sortenreinem Sekt eignen sich bestimmte Rebsorten besser als andere. Wegen ihrer Säurestruktur sind z. B. Riesling oder Grauer Burgunder sehr gefragt, bei den roten Sekten besticht bei uns der Muskattrollinger mit seinen Eigenschaften. Oft werden Weine unterschiedlicher Rebsorten auch verschnitten, um daraus einen geeigneten Grundwein zu komponieren. PB20130529

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