große lage, großes gewächs

 Höchste Stufe in der Qualitätspyramide des VDP Die VDP-Qualitätspyramide (Verband Deutscher Prädikatsweingüter, rund 200 Mitglieder) basiert nicht mehr auf der Abstufung der Qualität nach Prädikaten, sondern nach der Herkunft bzw. dem Terroir. Die oberste Stufe heißt Große Lage, die Weine aus solchen Lagen heißen Großes Gewächs. Die diesbezüglich vom VDP als korrekt vorgegebene Schreibweise entspricht zwar nicht den Regeln der deutsche Sprache, aber dafür hat es etwas Eigenes: VDP.GROSSE LAGE und VDP.GROSSES GEWÄCHS. Da diese Angaben auf dem Etikett noch nicht zulässig sind, gibt es für die trockenen Varianten eine spezielle Flasche, in die ein Logo geprägt ist, die Buchstaben GG zusammen mit einer stilisierten Traube. Die Parzellen, die als Große Lagen ausgedeutet wurden, gelten als absolut hochwertig. Ziel ist es, das besondere Terroir im Charakter der Weine, die ein hohes Reifepotenzial haben sollen, zu spiegeln. Zugelassen sind, je nach Region, nur bestimmte Rebsorten, zudem müssen recht strenge Forderungen über die gesamte Weinbereitung hinweg eingehalten werden. Allerdings gilt der Verzicht auf die Prädikate nur für die trockenen Varianten, so genannte fruchtsüße Weine aus einer Großen Lage bleiben den traditionellen Prädikatsbezeichnungen von Kabinett bis Trockenbeerenauslese treu. Voraussetzung für alle Weine aus Großen Lagen sind u. a. der maximale Ertrag von 50 Hektoliter pro Hektar, die selektive Handlese und ein Mindestmostgewicht, das einer Spätlese entspricht. Für die fruchtsüßen Weißweine gilt als frühestes Datum für die Vermarktung der 1. Mai nach dem Erntejahr, die trockenen Varianten werden erst am 1. September freigegeben, alle Rotweine ein ganzes Jahr später.PB20130603

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