Gipfeln

 Einkürzen der Fruchttriebe Eigentlich ist das Gipfeln (von Hand oder maschinell) eine recht einfache Maßnahme im Weinberg, schließlich wird damit nur die Länge der Fruchttriebe eingestellt. Allerdings hat dieser Vorgang allerlei Konsequenzen für die Pflanze, da mit dem Gipfeln die Apikaldominanz gestört wird. Das heißt, dass nach der Einkürzung das Wachstum zunächst gehemmt ist und bis die Geiztriebe austreiben und dafür wieder Wachstumsenergie verbrauchen, die Blätter verstärkt die Blüten oder bei späterem Gipfeln die Trauben mit Assimilaten versorgen, was die Entwicklung des Fruchtansatzes bzw. der Beeren beeinflusst. Mit einem späten Zeitpunkt für das Gipfeln, kann man den Effekt auf den Fruchtansatz vermeiden, umgekehrt aber in ertragsschwachen Lagen den Fruchtansatz durch sehr frühes Gipfeln befördern. Gesteuert werden können die Assimilatenflüsse auch durch eine Entblätterung oder gerade nicht Entblätterung der Traubenzone, weil die dortigen Blätter (zumal nach dem Gipfeln) ihre Assimilate verstärkt in die Fruchtansätze schicken. PB20130601

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