geschützte geografische Angabe (g.g.A)

 In Deutschland und Österreich neue Bezeichnung bei Landwein Das gelb-blaue Siegel gibt bei Lebensmitteln an, dass wenigstens eine der Produktionsstufen im angegebenen Herkunftsgebiet stattgefunden hat, es will damit eine enge Verbindung landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit dem genannten Gebiet herstellen. Das kann jedoch zu größeren Irritationen führen, wenn zum Beispiel der Name eines Lebensmittels auf die falsche Fährte führt, Beispiel: Wenn die bekannten Nürnberger Rostbratwürste in Mittelfranken verarbeitet wurden, kann das Fleisch dafür aus einem beliebigen EU-Mitgliedsstaat stammen - aber gerade die Herkunft des Fleisches hätte den Verbraucher vielleicht viel mehr interessiert als der Verarbeitungsort. Bei Wein kann das allerdings so nicht passieren, weil das deutsche Weinrecht hier sehr viel weiter greift. Die geschützte geografische Angabe entspricht bei Wein den bekannten deutschen Landweingebieten, die Trauben für den Wein müssen im Rahmen der gültigen Verschnittregeln zwingend aus dem angegebenen Gebiet stammen. Zu den rechtlichen Forderungen, denen Landwein in Deutschland generell unterliegt, siehe unter Landwein.Da sich die seit 2009 (mit Übergang bis 2011) geltende Neuregelung auf die ganze EU bezieht, gibt es außer dem deutschsprachigen Kürzel g.g.A. (auf dem Etikett aber nicht erlaubt) auch die Entsprechungen anderer Länder wie IGP in Italien, Spanien und Frankreich, PGI in England und weitere Kürzel aus den anderen EU-Ländern. Siehe auch unter g.U. und g.t.S.PB20130526

Zurück