Geschichte des Weins

8.000 Jahre Weinkultur im absoluten Schnelldurchlauf Unsere heute weltweit angebaute Edelrebe (Vitis vinifera) hat uralte Wildformen als Vorfahren, die sich vor etwa 80 Millionen Jahren entwickelt haben. Die eigentliche Weinbereitung ist nach heutigem Kenntnisstand ca. 7.000 bis 8.000 Jahre alt und stammt aus Zentralasien. Der Weinbau kam von dort über Griechenland zu den Römern. Diese brachten Reben und Techniken zu Cäsars Zeiten ins Rheintal. Nach einer Zeit des Stillstandes folgte in Deutschland im Mittelalter erneut eine intensive Kultivierung durch Klöster und Kaiser (u. a. Karl der Große). Ein erneuter Rückgang fand im 17. Jahrhundert durch den Dreißigjährigen Krieg statt, später aber auch durch Konkurrenz (höhere Qualität!) aus Italien und Frankreich, was durch den Ausbau der Verkehrswege begünstigt wurde. Ca. 1865 stoppte der Einfall der Reblaus (Wurzelschädling) und des Echten und Falschen Mehltaus (Schadpilze) aus Amerika die Entwicklung des Weinbaus. Eine Erholung findet erst wieder Anfang des 20. Jahrhunderts mit Verwendung von Pfropfreben und wirksamen Pflanzenschutzmitteln statt. Gleichzeitig findet eine Reihe von Neuzüchtungen den Weg in die deutschen Weinberge. Nach dem zweiten Weltkrieg gewinnt die Forschung und Entwicklung neuer Techniken schnell an Fahrt und zeigt heute einen Stand, der fast durchgängig von wissenschaftlichen Methoden im Anbau und der Kellertechnik geprägt ist.  PB20130525

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