geröstet, getoastet

 Geschmack nach angebranntem Toast Röstaromen sind ausschließlich bei Rotweinen anzutreffen und auch nur dann, wenn diese eine gewisse Zeit in einem neuen Barrique mit kräftigem Toasting verbracht haben; das hängt mit dem abgeflammten (getoasteten) Inneren des Barriques zusammen. Das einfache Erhitzen der Dauben-Innenseiten dient eigentlich dazu, die von außen befeuchteten Dauben wölben zu können. Das regelrechte Toasten (früher wohl eine Begleiterscheinung des Erhitzens am offenen Feuer) hat jedoch einen geschmacklichen Hintergrund, denn eine solchermaßen veränderte Holzoberfläche gibt auch neue Geschmacksstoffe in den Wein ab. Man toastet in drei Stärken hell (Vanille), mittel (karamelisiert) und stark (Kaffee), was - je nach Lagerzeit - zu unterschiedlich stark ausgeprägten Röstaromen führt. Ob es stimmt, dass man das Toasten (also nicht das Erhitzen) ursprünglich an fertigen, von Fremdgerüchen verunreinigten Fässern nachträglich durchführte (vom Fisch- zum Weinfass?), ist ungewiss.PB20130525

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