Fuselöle

Oberbegriff für ein Gemisch diverser Verbindungen mit höheren AlkoholenFuselöle sind ein Gemisch aus mittleren und höheren Alkoholen u. a. mit Estern, Terpenen, Säuren, Aldehyden etc. Sie entstehen in verhältnismäßig geringen Mengen im Zuge der alkoholischen Gärung und sind ab einer bestimmten Dosierung giftig und geschmacklich bzw. geruchlich unangenehm; im Wein spielen sie wegen ihres geringen Anteils umgekehrt als Geschmacksträger eine gewisse Rolle. Nicht zu verwechseln sind die Fuselöle mit den so genannten Begleitalkoholen. Diese entstehen zwar auch während der Gärung, aber nicht aus Zucker, sondern aus Pektin (Methanol) bzw. aus Aminosäuren (Propanol, Butanol etc.). Im Gegensatz zum Ethylalkohol liegt deren Konzentration bei Wein jedoch im Milligramm-Bereich. Die Frage, ob Fuselöle und / oder Begleitalkohole generell an gewissen Erscheinungen wie dem so genannten "Kater" beteiligt sind bzw. in welchem Maß dies evtl. der Fall sein könnte, ist nach wie ungeklärt!PB20130521

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