Frühburgunder

Deutsche rote Rebsorte, Mutation des Spätburgunders (Pinot Noir) Der Frühburgunder, auf Französisch Pinot Précoce Noir, verdankt seinen Namen der etwa zwei Wochen vor dem Spätburgunder einsetzenden Reife. Die Weine zeichnen sich durch ein schönes Beerenaroma aus mit Anklängen von Brombeeren und Johannisbeeren, bisweilen auch von Kirsche. Gute Exemplare haben eine komplexe Struktur, sind durchaus gehaltvoll und verfügen über eine elegante Art. Begünstigt wird diese Charakteristik durch den recht geringen Ertrag, der hauptsächlich durch die kleinen Beeren der Sorte, aber auch durch die Neigung zum Verrieseln zustande kommt. Die insofern auch ziemlich geringe Wirtschaftlichkeit im Anbau macht den Frühburgunder zu einer gefragten Spezialität. In Deutschland steht die Rebe auf nur 250 Hektar, in Württemberg sind es sogar unter 10 ha. Aufgrund seiner Charakteristik wird er als für den Barriqueausbau geeignet eingestuft, was bei zurückhaltendem Einsatz auch zutrifft. Historisch von Interesse ist die (sehr sichere) Beteiligung des Frühburgunders als Mutter zusammen mit Trollinger an der als Tafelsorte gezüchteten Madeleine Royale, die ihrerseits die Vatersorte von Müller-Thurgau ist, wie man seit einigen Jahren nun sicher weiß. PB20130520

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