Freie schweflige Säure

Depot von im Wein gelöstem nicht gebundenem Schwefeldioxid Der Wein wird zur Stabilisierung mit Schwefeldioxid in Form von pulverförmigem Kaliumdisulfit oder mit unter Druck verflüssigtem SO2-Gas behandelt. Die erst in Lösung entstehende schweflige Säure wirkt stoffbindend (z. B. Acetaldehyd), antioxidativ (Sauerstoff) und antimikrobiell (gegen Hefen und Bakterien). Damit der Wein nicht überschwefelt wird, aber noch innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte für die gesamte schweflige Säure ein Depot von freier schwefliger Säure aufweist, muss vor der Schwefelung der Bedarf durch eine Analyse störungsfrei (Reduktone!) ermittelt werden. Einerseits darf oder soll die freie schweflige Säure sensorisch nicht wahrnehmbar sein, andererseits muss das Depot groß genug sein, um wirksam ungewünschte Oxidationen zu verhindern (z. B. durch Sauerstoffeintrag bei der Füllung). Ein frisch gefüllter Wein sollte daher mindestens 30, besser 40 mg/l freie schweflige Säure aufweisen.PB20130520

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