Feinhefe

Hefeanteil, der beim Jungwein weitgehend in der Schwebe istBesonders bei Weißweinen, die trocken angeboten werden sollen, kann die Lagerung des Weines "auf der Feinhefe" von Vorteil sein. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Lesegut gesund war, die Moste sauber geklärt wurden, die Grobhefe keine Fehltöne aufwies und der Wein komplett durchgegoren wurde. Je nach Dauer der Feinhefelagerung kann der Wein, neben anderen organoleptischen Merkmalen, eine spürbare Vollmundigkeit, Dichte und Komplexität erhalten.    Die Feinhefelagerung gibt es genau genommen nur in der Ausbauvariante mit Abstich und Schwefelung, was aber das Absinken der Hefe eher fördert, hier kann aufgerührt werden. Die komplett ohne diese Arbeitsschritte durchgeführte Hefelagerung findet auf der Grobhefe statt. Bei dieser Variante wird auf jeden Fall eine Bâtonage fällig (Aufrühren der Hefe alle 2 bis 3 Tage mit einem Stab (französich = bâton) unter Beachtung der evtl. noch vorhandenen Gärungskohlensäure (Aufschäumen!). Der Effekt der Hefelagerung kann bei beiden Varianten durch die Zugabe von Bâtonage-Hefen und evtl. durch bestimmte Enzyme noch gesteigert werden.PB20150408 

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