Fehltöne

Gerüche und Geschmäcker, die durch Fehler des Weins entstehenEs ist nicht in jedem Fall klar auszumachen, wann bei einem Wein bereits ein Fehlton vorliegt, oder nur eine spezielle Geruchs- oder Geschmacksnuance etwas intensiver ausgeprägt ist. Selbst Fachleute streiten bisweilen, ob z. B. ein reifer Shiraz schon "Brett" zeigt, oder ob es lediglich eine für diese Sorte normale, manchmal sogar gewünschte Reifenote mit Hang zum Animalischen ist. Auch können bestimmte Aromen - zum Beispiel nach Erdbeere - dem einen noch angenehm erscheinen, der andere attestiert bereits einen Fehlton (erhöhter Gehalt von Furaneol). Meistens ist die Sache aber eindeutig, der Wein hat einen Fehler, er ist nicht reintönig, da schmeckt etwas heraus, was weder zur Rebsorte, zur Herkunft, zur Art des Ausbaus oder zum Alter passt. Die Liste der Ursachen ist lang: Es fängt an bei Fehlern im Weinberg oder ungünstigen Witterungseinflüssen mit der Folge, dass qualitativ schwaches Lesegut verarbeitet wird; es können Fehler beim Weinausbau gemacht werden (z. B. Böckserbildung durch Überschwefelung), bei der Lagerung, Mikroorganismen wie Hefen oder Bakterien, auch Pilze sind maßgeblich daran beteiligt - das Leben eines Weines steckt voller Risiken! Insofern ist es fast ein Wunder, dass so viele Weine frei sind von Fehltönen.PB20130514 

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