Fassriegel

 Hölzerne Querstrebe an der Vorderseite eines Fasses zum Heranziehen des FasstürchensGrößere Fässer sind meist mit einem Fasstürchen ausgestattet; dieses dient der besseren Reinigung der Innenwände. Kleinere und vor allem wendige Kellerarbeiter können leicht durch diese Türchen ins Innere steigen und dort ihre Arbeit verrichten - bei Tanks heißt die Öffnung deswegen "Mannloch". Weil das Türchen ohne zusätzlichen Andruck nicht gut genug abdichtet, muss dieses mit einem Riegel herangezogen werden. Diese Riegel unterscheiden sich je nach Tradition bzw. Bauart, hier ein Beispiel:Der Riegel besteht aus einem rechteckigen, meist verzierten Holzblock, der in der Mitte ein Loch besitzt. Am Fasstürchen befestigt ist ein kräftiger Gewindestab, der nach Einsetzen der Tür (von innen, nicht verkanten!) genau nach vorne schaut. Der Riegel wird nun waagrecht so angesetzt, dass sich der Gewindestab des Türchens durch das Loch schiebt (möglichst ohne dabei die Tür wieder ins Fassinnere zu drücken); danach wird die Mutter auf das Gewinde gesetzt und vorsichtig zugeschraubt. Derweilen muss der Sitz des Riegels durch Klopfen mit einem Holzhammer korrigiert werden. Der Riegel zieht das von innen eingesetzte, an den Rändern mit einem Talgwulst versehene Türchen immer weiter heran, bis es fest in der vorgesehenen Aussparung sitzt und gut abdichtet. PB20130513 

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