Farbe

Optisches Merkmal von (Schaum-)WeinenDie Farbe eines Weins gibt Auskunft über eine Reihe seiner Eigenschaften, seine Herkunft und seinen Zustand. Die Farben, die wir bei einem gesunden Wein erkennen können, sind (auch pH-Wert-abhängig) Abstufungen von Blau bis Rot (Rot- und Rosé-Weine) und Grün bis Gelb (Weißweine). Die Rottöne werden von Anthocyanen hervorgerufen, das sind Gerbstoffverbindungen, die die Beere in der Schale zum Schutz vor Sonnenstrahlen bildet; deshalb zeigen Weine aus dem Süden in der Regel ein tieferes Rot als es z. B. unsere Spätburgunder können. Damit ein Wein überhaupt rot werden kann, müssen die Anthocyane aus den Beerenschalen gelöst werden, weshalb Rotweine eine Maischegärung benötigen. Welches Rot ein Wein letztlich ausprägt, hängt von der Rebsorte, der Herkunft und vom Weinausbau ab.Weißweine nehmen meist eine grünlich-gelbliche Färbung an, was von den im Fruchtfleisch sitzenden Flavonen erzeugt wird. Diese eher zarten Farbstoffe müssen nirgendwo herausgelöst werden, sie gelangen mit dem ausgepressten Saft aus dem Fruchtfleisch in den Wein. Hier entscheidet hauptsächlich die Rebsorte über die Färbung, ob mehr grünlich oder gelblich.Im Zuge der Alterung verändern sich die Farben der Weine durch oxidative Vorgänge, man kann beobachten, dass sich sehr alte Weiß- und Rotweine immer mehr annähern und am Ende eine leicht bräunlich schimmernde Flüssigkeit darstellen, die offensichtlich ungenießbar geworden ist. Starke Brauntöne bei jüngeren Weinen deuten jedoch auf Weinfehler hin, die wiederum vielerlei Ursachen haben können. PB20130513 

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