Falstaff

Als besonders maßlos angelegte Shakespearefigur, erstmals in Heinrich IVSir John Falstaff, wie er mit vollem Namen heißt, ist eine Erfindung von William Shakespeare, der für seinen Roman "Heinrich IV" einen mal lebenslustigen, mal melancholischen Genießer mit Hang zur Selbstüberschätzung als Gegenpol zu König Heinrich benötigte. Er taucht ebenfalls in den "Lustigen Weibern von Windsor" und in "Heinrich V" auf, wo er schließlich verstirbt. Berühmt ist - neben einer Reihe weiterer Falstaff-Vertonungen und -Verfilmungen - besonders Verdis gleichnamige Oper, die hauptsächlich auf den "Lustigen Weibern" basiert.Mit dem dickleibigen Falstaff wird heute noch immer eine gewisse Unmäßigkeit vor allem in kulinarischer Hinsicht verbunden, was aber nicht unbedingt negativ gemeint sein muss. Die Betreiber der so benannten Restaurants kokettieren jedenfalls aufs Äußerste mit dem schlechten Ruf des alten Vielfraßes.PB20130513 

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