Erste Lage

Zweithöchste Stufe der VDP-KlassifizierungDer VDP ist ein nationaler Zusammenschluss von zurzeit ca. 200 Winzern (Stand: 2013) mit Unterabteilungen in den einzelnen Weinanbaugebieten, der sich VDP.PRÄDIKATSWEINGÜTER nennt. Die VDP-Klassifizierung in Form einer Qualitätspyramide stellt die Herkunft der Weine in den Vordergrund und grenzt sich damit (zumindest bei den trockenen Weinen) von der gesetzlich vorgegebenen Abstufung nach Oechslegraden (Prädikate) ab. Die vier Stufen von der untersten (einfachsten) bis zur höchsten (besten) Stufe lautet: Gutsweine, Ortsweine, Erste Lage, Großes Gewächs. Für jede Stufe gibt es gesonderte Regeln, die über das gesetzlich Vorgeschriebene spürbar hinausgehen."Erste Lage" war früher beim VDP die Lagen-Bezeichnung für die Weine der höchsten Stufe "Großes Gewächs", was allerdings immer wieder zu Verwirrung geführt hat. Seit 2012 ist "Erste Lage" nun die Bezeichnung für die Herkunft der zweithöchsten Stufe, die Großen Gewächse stammen aus "Großen Lagen". Die korrekte Schreibweise des VDP sieht im Übrigen vor, diese Bezeichnungen in Großbuchstaben (Majuskeln) zu schreiben und ein "VDP." davorzusetzen, also z. B. "VDP.ERSTE LAGE".Weine aus einer Ersten Lage werden im trockenen Bereich als Qualitätsweine, im so genannten Bereich "fruchtig / edelsüß" als Prädikatsweine vermarktet. Als Herkunft sind nur die für die Stufe ausgewiesenen Flächen möglich, was aber noch nicht in allen Anbaugebieten umgesetzt wurde. Es dürfen nur (regional unterschiedlich) dafür zugelassene Rebsorten verwendet werden, die zudem zu den örtlichen Gegebenheiten (Terroir) passen müssen. In Württemberg sind das die Sorten, die auch für die Großen Gewächse zugelassen sind, nämlich Riesling, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder, Lemberger und außerdem Silvaner, Chardonnay, Muskattrollinger, Gewürztraminer, Muskateller, Sauvignon Blanc, Samtrot, Schwarzriesling und Trollinger.Vorgeschrieben sind eine selektive Handlese mit einem Höchstertrag von 60 hl/ha, ein Mostgewicht, das mindestens einer Spätlese entspricht und die Anwendung einer in der Region traditionellen Weinbereitungsmethode. Ein trockener Wein aus einer Ersten Lage trägt die Bezeichnung "QbA trocken" (obligatorisch), Prädikatsstufen sind bei trockenen Weinen nicht mehr möglich; bei halbtrockenen Weinen ist übergangsweise (bis 2015) der Begriff "Kabinett" möglich, Weine mit einer Süße oberhalb von halbtrocken, erhalten die traditionellen Prädikatsbezeichnungen. Pflicht ist auf jeden Fall die Nennung des Lagennamens zusammen mit dem Ort mit der Angabe "VDP.ERSTE LAGE" und zwar zusätzlich zum Etikett noch auf einem an der Kapsel umlaufenden Band. Der früheste Vermarktungszeitpunkt ist der 1. Mai des auf die Lese folgenden Jahres.PB20131114 

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