Enzyme

In der Regel Proteine, die als Katalysator biochemische Reaktionen steuernEnzym ist eine neugriechische Wortschöpfung; es hat die vor etwa 135 Jahren aus dem Lateinischen stammende Bezeichnung "Ferment" (in diesem Zusammenhang) abgelöst, beides hat jedoch seinen Ursprung im Sauerteig als Gärungsmittel. Man erkennt üblicherweise an der Endung "...ase", dass ein Begriff ein Enzym benennt. Je nach Art des Vorgangs, der von einem Enzym als Katalysator befördert wird, unterteilt man diese in sechs Klassen. Da es kaum Vorgänge in der Natur gibt, die nicht in irgendeiner Form durch Enzyme ermöglicht werden, sei hier - im Zusammenhang mit Wein von besonderem Interesse - kurz die Glycolyse erwähnt.  Glycolyse nennt man den Abbau von Glucose zu Pyruvat, der als Teil der alkoholischen Gärung in zehn Schritten abläuft. Schon im ersten Schritt, der Phosphorylierung von Glucose zu Glucose-6-Phosphat, wird ein Enzym unter Investition eines ATP-Moleküls tätig, nämlich eine Hexokinase (oder Glucokinase) ... allerdings haben wir hier nicht genug Platz, um die restlichen neun Schritte einzeln aufzuzählen, deshalb nur so viel: Auch diese werden von Enzymen katalysiert, bis am Ende Pyruvat herauskommt, das Anion der Brenztraubensäure. Daraus wird, im Zuge der alkoholischen Gärung, mithilfe des Enzyms Pyruvatdecarboxylase die Verbindung Acetaldehyd  und schließlich, mithilfe von Alkoholdehydrogenase, unser Ethanol - den tatkräftigen Hefen sei Dank! PB20130427 

Zurück