Elektrodialyse

Verfahren zur KristallstabilisierungDie Elektrodialyse ist eine Methode zur Weinsteinstabilisierung, die seit dem Jahr 2001 in der EU erlaubt ist, seit 2012 aber nicht mehr für Bio-Wein. Besonders in Jahren, in denen sehr hohe Säurewerte gemessen werden und zur Entsäuerung recht massiv u. a. mit Kalziumcarbonat gearbeitet werden muss (z. B. mit einer erweiterten Doppelsalzentsäuerung), weisen die Weine einen relativ hohen Kalziumgehalt auf. Das in durchschnittlichen Jahren vorherrschende Kaliumtartrat (also Weinstein als Kaliumsalz der Weinsäure) lässt sich relativ leicht mit einer Kühlung auf etwas unter O °C abscheiden, am besten kombiniert mit dem Kontaktverfahren. Weinstein als Kalziumtartrat dagegen nicht, dessen Entfernung ist generell deutlich schwieriger. Die kritische Konzentration liegt liegt bei einem Gehalt oberhalb von 100 mg Kalzium pro Liter Wein. Mit dem Verfahren der Elektrodialyse, können Kalium- und Kalzium-Ionen aus dem Wein durch den Einsatz spezieller Membranen abgetrennt werden. Die Elektrodialyseanlage ist in drei Kammern geteilt, wobei die mittlere rechts und links in Flussrichtung mit Membranen ausgestattet ist, die durch die Wirkung anliegender elektrischer Felder beim Durchlaufen des Weins entweder nur Anionen oder nur Kationen passieren lassen. In den beiden äußeren Kammern befindet sich eine Flüssigkeit (leicht angesäuertes Wasser), das die Ionen aufnimmt und abtransportiert. Die zu entfernende Ionen-Menge kann mit einer Messung der elektrischen Leitfähigkeit des Weines vor der Behandlung ermittelt werden, ebenso der Erfolg der Behandlung mit einer nachfolgenden Messung. PB20150405 

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