Eichenholz

Beliebter Werkstoff für den FassbauEichenholz ist in mehrfacher Hinsicht der Werkstoff für den Fassbau schlechthin. Es ist enorm haltbar, lässt sich gut verarbeiten, steht in ausreichenden Mengen zur Verfügung und hat - je nach Bedarf - positive Auswirkungen auf den Wein. Während der Barriqueausbau (Barriques sind immer aus Eiche) in Frankreich eine uralte Tradition ist, hat man in Deutschland und in fast allen anderen Weinbauländern die Eichenfässer erst einmal "weingrün" gemacht, d. h. die neuen Fässer wurden zunächst mit Wasser befüllt, damit die unerwünschten Stoffe aus dem neuen Holz nicht in den Wein gelangen können - also gerade umgekehrt zur heutigen Methode. Bei den Barriqueweinen profitiert man allerdings auch von günstigen Größenverhältnissen (innere Oberfläche zu Volumen), was einen förderlichen Sauerstoffaustausch ermöglicht, der die Weine schneller reifen lässt, außerdem werden die Barriques innen abgeflammt, getoastet, wie man sagt, was eine ganz neue Situation für die Aromenentwicklung bedeutet. Eine weniger rühmliche Rolle spielt Eichenholz in Form von (inzwischen auch bei uns erlaubten) Chips, die ersatzweise in den Wein gegeben werden, um Barrique-Anmutung zu erzielen. Details dazu finden sich bei den jeweiligen Stichwörtern.PB20130423 

Zurück