Diabetikerwein

Nicht mehr zulässige Bezeichnung für einen Wein mit geringem GlucosegehaltFrüher konnte ein Wein als Diabetikerwein ausgewiesen werden, wenn er nicht mehr als 20 g/l Zucker enthielt, davon maximal 4 g/l Glucose, mit weiteren Einschränkungen beim Alkohol- und Schwefelgehalt. Für einen Diabetiker konnte der Hinweis zwar von gewissem Interesse sein, weil er auf der (korrekten) Erkenntnis beruhte, dass Glucose eine rund dreifach stärkere Erhöhung des Blutzuckerspiegels bewirkt als Fructose; die Aufnahme von Fructose wird dadurch aber nicht automatisch gesundheitsförderlich - im Gegenteil: Es gibt eine Reihe von Krankheiten, die aus medizinischer Sicht mit einem zu hohen Fructose-Konsum in Verbindung stehen. Da seit 2007 Hinweise auf eine positive Wirkung von Lebens- oder Genussmitteln bzw. deren Inhaltsstoffen für die Gesundheit von der EU grundsätzlich verboten sind, wenn diese Wirkung nicht wissenschaftlich nachweisbar oder im Extremfall sogar schädlich ist (Health-Claim-Verordnung), wurde auch der Hinweis auf die Diabetikereignung von den Etiketten verbannt.PB20130416 

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