Destillation

Altes thermisches Trennverfahren Destillation nennt man im Zusammenhang mit Wein und Spirituosen den Vorgang der Trennung von Ethanol und Wasser. Das Wort entstammt dem lateinischen Verb "destillare", was heruntertröpfeln heißt. Die Methode beruht auf dem unterschiedlichen Siedepunkt von Ethanol (78 °C) und Wasser (100 °C). Wird das zu trennende Gemisch (hier der Wein) erhitzt, verdampft hauptsächlich der Alkoholanteil zusammen mit einer Fülle von Aromastoffen, schlägt sich an einem Kondensator nieder und "tröpfelt ab". Die aufgefangene Flüssigkeit teilt man ein in Vorlauf, Mittelstück und Nachlauf. Da sowohl der Vorlauf (Methanol) als auch der Nachlauf (Fuselöle) unerwünschte Stoffe enthält, versucht man das Mittel- oder Herzstück durch geeignete Maßnahmen (und viel Erfahrung) abzutrennen. Eine zweite Destillation des Herzstückes (nicht überall üblich) trennt die unerwünschten Anteile dann sicher ab - übrig bleibt ein konzentriertes Gemisch aus Ethanol und Aromastoffen, nämlich Weinbrand oder Tresterbrand, der nach eventueller Weiterverarbeitung oder Lagerung mit Wasser auf die gewünschte Trinkstärke gebracht wird.PB20130410 

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