Deckwein, Deckrotwein

Rotwein aus besonders farbreichen Rebsorten zur Farbverbesserung hellerer WeineEs gibt eine Reihe von roten Rebsorten, die zwar geschmacklich sehr gute Weine ergeben, die aber entweder sortentypisch oder standortbedingt nicht genug Farbintensität mitbringen. Da die Anthocyane, die für die Rotfärbung verantwortlich sind, von der Pflanze als Sonnenschutz gebildet werden, sind Rotweine in Regionen mit geringerer Sonneneinstrahlung einfach weniger rot. Um diesen für das Auge, das ja bekanntlich mittrinkt, manchmal unschönen Farbmangel auszugleichen, gibt man Rotwein aus Sorten zu, die tiefrot gefärbt sind, nämlich die so genannten Färber- oder Deckweine, bei den Franzosen Teinturier genannt. Meist reichen schon 2 bis 5 Prozent Anteil, um einen etwas blassen Spätburgunder purpurrot leuchten zu lassen. Neben der in Frankreich viel genutzten, sehr alten Sorte Teinturier du Cher, die praktisch der Ausgangspunkt aller Neuzüchtungen von Färberreben ist, gibt es eine Reihe von Sorten wie Deckrot oder Dunkelfelder, die alle auch ein rot gefärbtes Fruchtfleisch besitzen. In Deutschland werden aber auch die recht farbreichen Domina und ursprünglich sogar Dornfelder und Regent zum Farbverbessern von Rotweinen verwendet. PB20130409 

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