CO2-Footprint (Wein)

Beitrag der Weinbranche zur weltweiten Kohlendioxid-EmissionEiner neueren Untersuchung aus Österreich zufolge wird für die Produktion von einem Liter Wein im Durchschnitt eine Menge von 1,9 Kg CO2-Äquivalent (Erklärung s. u.) emittiert. Vom Weinberg bis zum Verlassen der Abfüllhalle fallen inkl. Verpackung 1,7 kg CO2-Äquivalent an, der Transport zum Verbraucher schlägt noch einmal mit 0,2 Kg CO2-Äquivalentzu Buche. Die jeweiligen Anteile in Prozent: Verpackung = 45 %, Rebfläche = 24 %, Keller = 18 %, Auslieferung = 12 %, Abfall = 1 %. Im Weinbau ist der Einsatz von Stickstoff-Mineraldünger und Treibstoff für die Bearbeitungsmaschinen besonders belastend. Weniger mechanische Arbeitsdurchgänge und vermehrter Einsatz von organischem Dünger reduzieren dagegen den Schadstoff-Ausstoß. Bei der Produktion von Glasflaschen fällt der größte Batzen an. So verursacht die Verwendung einer 3-L-Bag-in-Box einen vielfach geringeren Schadstoff-Ausstoß, als die von vier 0,75-L-Glasflaschen. Was bedeutet das CO2-Anhängsel „Äquivalent“? Das CO2-Äquivalent (auch CO2e) bezeichnet das Treibhauspotenzial, es gibt also den Beitrag einer bestimmten Menge eines Gases am Treibhauseffekt an, nämlich die mittlere Erwärmungswirkung über einen festgelegten Zeitraum (meist 100 Jahre); als Vergleichswert (= 1) dient das bekannte Kohlendioxyd (CO2). Beispiel: Das CO2e von Methan ist 25, ein Kg Methan trägt demnach 25-mal stärker zum Treibhauseffekt bei als CO2.PB20130625 

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