Chips

Holzschnipsel, die einen Barrique-Ausbau simulieren sollenSeit längerer Zeit schon wird in Weingütern der "Neuen Welt" aus Kostengründen manchmal auf Holzchips zurückgegriffen, um dem Wein eine "Barriqueanmutung" zu verleihen. Allerdings können die Chips lediglich diverse Holz-Aromen simulieren, aber nicht die Beförderung der Reife durch den wohldosierten Sauerstoffaustausch der kleinen Fässer bewerkstelligen. Sie müssen eine Mindestgröße besitzen und dürfen zwar erhitzt worden sein, aber ohne Verbrennungsrückstände. Seit Anfang 2007 ist die Einfuhr solcher Produkte in die EU erlaubt, und es dürfen inzwischen (seit 2009) auch Weine innerhalb der EU damit behandelt werden, aber ohne die in Übersee üblichen Aromapülverchen. Solchermaßen hergestellte Weine dürfen zwar nicht das Wort Barrique auf dem Etikett tragen, aber durchaus andere Bezeichnungen, die auf den Holzton hinweisen oder auch gar nichts Diesbezügliches. Für Prädikatsweine ist das Verfahren nicht zugelassen.In Australien hält man es interessanterweise bereits für angebracht, die Tatsache des „Nichtkontaktes“ mit Holz bei der Weinbereitung extra zu erwähnen. Während das Wort „oaked“ (von oak = Eiche) bedeutet, dass der Ausbau des Weines mit Holzchips erfolgt ist (im Gegensatz zu „wood matured“, wo man nicht so genau weiß, wo das Holz herkommt), bedeutet das Wort „unoaked“ oder „unwooded“, dass der Wein nicht mit Holz in Berührung gekommen ist.PB20130405 

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