Böttcher

Traditioneller Ausbildungsberuf zum Fassbinder (Fassküfer)Die Bezeichnung Böttcher ist abgeleitet von Bottich und stammt aus Mitteldeutschland. Um ein Fass zu bauen, wählt der Böttcher zunächst das richtige Material aus, bestimmt die Lagerzeit des Holzes, zeichnet Skizzen und besorgt weiteres Zubehör wie Fassreifen, Hähne und Stutzen etc. Bei einem Eichenholzfass müssen die Holzteile für die Fasswand zugeschnitten und die Kanten so bearbeitet werden, dass sie passgenau aneinanderstoßen. Für die bauchige Form des Fasses wird das Holz erhitzt (bei Barrique wird das mit offener Flamme erledigt, was gleichzeitig das so genannte Toasten der Innenflächen in unterschiedlichen Graden ist), gebogen und mit den Fassreifen zusammengefügt. Schließlich wird der Fassboden eingesetzt und die Spund- und Zapflöcher gebohrt. Früher war der Böttcher neben dem Fassbau gleichzeitig auch als Gehilfe des Kellermeisters beschäftigt, heute sind das verschiedene Arbeitsfelder.  PB20130326 

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