Bluten der Rebe

Austritt von wässriger Flüssigkeit aus geschnittenen oder verletzten Rebtrieben Das auch als "Rebtränen" bezeichnete Phänomen rührt daher, dass der Rebstock nach der Winterruhe (manchmal schon ab Ende Februar), jedenfalls ab einer gewissen Boden- und Außentemperatur die oberirdischen Pflanzenteile zwecks Austriebs im April mit in Wasser gelösten Nährstoffen zu versorgen beginnt. Die Schnittwunden schließen sich, wenn der Rebschnitt schon eine Weile zurückliegt, recht gut von selbst; wenn aber Schnitte erst kurz vor Beginn der Vegetationsphase durchgeführt werden, kann das Bluten schon drastischer ausfallen, weil die Flüssigkeit recht stark gegen die kaum entwickelte Korkschicht drückt. Die austretende Flüssigkeit enthält - hier u. a. als Frostschutzmittel wirkend - auch Zucker, der beim Bluten aus dem Stock geschwemmt wird. Bei einem Spätfrost sind Rebstöcke dann anfälliger für Schäden. Bei Verletzungen an einzelnen Trieben während des oder nach dem Austrieb schließt sich die Wunde besonders schlecht, weil der Saugdruck dann besonders hoch ist, man sollte das Bluten in diesem Fall durch eine Versiegelung oder Abflämmen (Hausmittel!) stoppen. PB20150329 

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