Blauschönung

Methode zum Entfernen von Metallen aus Wein Das früher übliche, heute aber selten notwendige Verfahren der Blauschönung dient dem Entfernen von Metallen wie Eisen oder Kupfer aus dem Wein. Eisen kam einst über alte Hähne und Leitungen in den Wein, Kupfer zusätzlich aus Pflanzenschutzmaßnahmen. Während Kupfer heute noch bei ökologisch produzierten Weinen verstärkt auftreten kann, ist Eisen durch die Verwendung von Edelstahl im Keller kaum mehr ein Thema. Die Blauschönung hat ihren Namen von der Blaufärbung einer Probe im Reagenzglas nach Zugabe von Kaliumhexacyanidoferrat(II) bzw. gelbem Blutlaugensalz, wie der Trivialnamen der Verbindung lautet. Das Salz geht mit dem Eisen zunächst eine lösliche Verbindung ein, das Berliner Blau; im Überschuss wird die Verbindung unlöslich und fällt aus. Um eine Überdosierung zu vermeiden, muss ein Vorversuch mit ausreichendem Zeitrahmen durchgeführt werden, weil sich in saurem Milieu Blausäure durch Abspaltung aus dem Kaliumhexacyanidoferrat(II) bilden kann. Sensorisch wahrnehmbar ist die giftige Blausäure ab einem subjektiven Schwellenwert (ca. 50 bis 100 Mikrogramm pro Liter), was sich als so genannter Bittermandelton (nicht Mandel!) bemerkbar macht; der Wein ist dann nicht verkehrsfähig. PB20130324 

Zurück