Bewässerung

Künstliche Zufuhr von Wasser in die RebzeilenDie Rebe braucht wie jede andere Pflanze eine bestimmte Menge Wasser, damit sie wachsen und Früchte hervorbringen kann; im Ertragsweinbau wird mit einer bestimmten Erntemenge kalkuliert, die unmittelbar mit einer ausreichenden Bewässerung einhergeht. Früher war es Winzern in unseren Breiten nur in Steillagen erlaubt, eine künstliche Bewässerung durchzuführen. Seit dem Jahr 2002 ist eine Bewässerung nun grundsätzlich möglich, was sich gleich im darauffolgenden Jahrhundertsommer 2003 ausgezahlt hat. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt eine geeignete Bewässerungstechnik und auch eine generelle Kenntnis über Bewässerung noch nicht flächendeckend verbreitet. Inzwischen haben sich druckkompensierte Tropfersysteme als das beste Verfahren für eine Bewässerung ergeben. Ein noch nicht ausdiskutiertes Thema in diesem Zusammenhang ist die so genannte "Fertigation", was eine gleichzeitige dosierte Düngergabe über die Bewässerung bezeichnet.Die Hauptfragen bei der Bewässerung konzentrieren sich jedoch auf die generelle Wasserbeschaffung und den tatsächlichen Wasserbedarf der Reben zu einem bestimmten Zeitpunkt. Während Letzteres durch eine Kombination aus Beobachtungen und Feuchtemessungen des Bodens zu leisten wäre, ist die Frage der Wasserbeschaffung nicht so einfach zu lösen, weil sie in der Regel mit behördlichen Genehmigungen verbunden ist, zumindest was Brunnen- oder Oberflächenwasser anbelangt. Eine ganz anderer Aspekt ist vor allem für deutsche Verhältnisse zu bedenken: Bei uns kann es urplötzlich so reichlich regnen, dass Wasser im Übermaß zur Verfügung steht, zu viel Wasser kann dann schlimmer sein als zu wenig. Reben können mit Trockenstress im Allgemeinen recht gut umgehen.PB20130502 

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