Baden

Hier: Deutsches Weinbaugebiet Das Anbaugebiet Baden, im Südwesten Deutschlands gelegen, erstreckt sich wie ein Streifen über rund 400 km in Nord-Süd-Richtung; es ist mit etwa 15.000 Hektar Rebfläche (und durchschnittlich 1,1 Mio. Hektoliter Ertrag) das hierzulande drittgrößte Anbaugebiet, fast 20.000 Betriebe sind daran beteiligt. Die Winzergenossenschaften stellen mit 72 % der Flächen den Löwenanteil, unabhängige Winzer bzw. Selbstvermarkter sind mit 12 % dabei, der Rest verteilt sich auf diverse Erzeugergemeinschaften anderer Rechtsformen. Wegen seiner klimatisch etwas günstigeren (wärmeren) Lage vor allem der südlichen Bereiche, wird es als einziges deutsches Anbaugebiet der Weinbauzone B zugerechnet. Die Weine zeigen gleichwohl kein einheitliches Bild; so kann man im Markgräfler Land, dem südlichsten Bereich Badens, durchaus von höheren Oechslegraden durch das wärmere Klima sprechen, die nördlichen Regionen wie Tauberfranken können davon allerdings weniger profitieren. Diese Weine sind am ehesten mit den Gewächsen aus Unterfranken zu vergleichen, was aber sicher kein Nachteil ist. Die neun Bereiche, in die Baden aufgeteilt ist, heißen (von Norden nach Süden): Tauberfranken, Badische Bergstraße, Kraichgau, Ortenau, Breisgau, Kaiserstuhl, Tuniberg, Markgräfler Land und Bodensee. Bei den Rebsorten dominieren die verschiedenen Burgundersorten (über 50 %), gefolgt von Riesling, Gutedel und Müller-Thurgau, in Tauberfranken gedeiht standortbedingt viel Silvaner. PB20130502 

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