Bacchus

1. Römischer Weingott Der Name des römischen Weingottes Bacchus geht auf den griechischen Weingott Dionysos zurück, denn dieser wurde wegen des Lärms, den sein Gefolge wohl machte, auch Bakchos oder lateinisch eben Bacchus, zu Deutsch „Rufer“, genannt. Allerdings wurde der Name Bacchus dann von den Römern einer einheimischen (italischen) Gottheit als Beinamen zugedacht, nämlich dem scheinbar bereits vorhandenen Weingott Liber, von dem zwar kaum jemand etwas gehört hat, der aber der Sohn von Ceres sein soll, die ihrerseits als Demeter bei den Griechen bekannt war. Mehr dazu demnächst unter dem Stichwort "Dionysos".2. Weiße deutsche Rebsorte Bacchus wurde 1933 am Geilweilerhof als Kreuzung (Silvaner x Riesling) x Müller-Thurgau gezüchtet, der Eintrag in die Sortenliste erfolgte allerdings erst 1972. Der Bestand an Reben wird für Deutschland auf etwas über 2.000 Hektar beziffert, mit abnehmender Tendenz, etwa 75 % davon jeweils ungefähr zur Hälfte in Franken und Rheinhessen. Die Bestände aus letzterer Region gehen u. a. zusammen mit Müller-Thurgau und Silvaner vornehmlich in die altbekannte Markenkreation "Liebfrauenmilch" ein, was sich aufgrund der Charakteristik von Bacchus gut nachvollziehen lässt: wenig Säure, blumige Anmutung und recht fruchtig im Geschmack, meist mindestens halbtrocken ausgebaut. PB20130315 

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