Aromarad

Runde (Papp-)Scheibe zum Einordnen/Ablesen von Weingerüchen und -geschmäckernIn den USA in den 80er-Jahren für Wein entwickelt, gibt es Aromaräder inzwischen für eine Reihe weiterer Lebens- bzw. Genussmittel. Der Aufbau von Aromarädern für Wein ist vom Prinzip her immer ähnlich, auch wenn es verständlicherweise für Weiß- und Rotweine unterschiedliche Versionen gibt. So gibt es meist einen inneren Ring, der eingeteilt ist in Segmente wie "fruchtig" oder "würzig". Diese erhalten nach innen die grobe Zuordnung, nach außen die konkretisierten Begriffe als Verfeinerung. Für das Segment fruchtig (bei Rotwein) zum Beispiel "Steinobst" als Oberbegriff und "Sauerkirsche" oder "Süßkirsche" als Konkretisierung; oder für würzig (ebenfalls Rotwein) "süße Gewürze" als Oberbegriff und "Vanille", "Zimt" und "Gewürznelke" als Details. Zu den haptischen, also taktilen Wahrnehmungen des Trigeminusnervs (alles was kein Geschmack ist, sondern gespürt wird - kratzt, brennt, zäh oder scharf ist) gibt es neuerdings auch so eine Scheibe. In Australien hat man vor einigen Jahren analog zum ursprünglich kalifornischen Aromarad ein „Mouthfeel Wheel“ gebastelt, mit dem man so unspezifische Termini wie Härte, Komplexität oder Textur engeren Begriffen zuordnen können soll. Unter dem Begriff „Texture“ findet man dort aber lediglich die zwei Einzeleindrücke „Creamy“ und „Syrup“ – das allerdings ist, ehrlich gesagt, ganz schön zäh …PB20130329 

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