Aroma

Mannigfaltige, riech- und schmeckbare chemische Verbindungen im Wein Kaum ein Nahrungsmittel ist so reich an natürlichen Aromastoffen wie Wein, wo sich hunderte solcher Moleküle mit unterschiedlichster Ausprägung analysieren lassen. Zur Zuordnung der Herkunft dieser Stoffe unterscheidet man sortenspezifische, von der Pflanze an ihrem Standort entwickelte Primäraromen, durch Hefen während der Gärung hervorgerufene Sekundäraromen und durch den weiteren Ausbau z. B. in Holzfässern entstehende Tertiäraromen.Chemisch betrachtet handelt es sich dabei meist um Alkohole, Aldehyde, Ester, Ketone oder Terpene, die man im Zuge von Weinbeschreibungen allerdings nicht mit ihrem wissenschaftlich korrekten Namen nennt, sondern aus Gründen der Anschaulichkeit vergleicht mit anderen uns bekannten Gerüchen und Geschmäckern von Beeren, Steinobst, Gemüse und anderen Pflanzen, Lebensmitteln oder Gegenständen. Man sagt also nicht "dieser Wein enthält eine große Menge Zimtsäureethylester", sondern "er besticht durch seine intensive Muskatnote", wenn man die besondere Charakteristik eines Gelben Muskatellers beschreiben will. Unangenehme Gerüche und Geschmäcker, hervorgerufen durch Behandlungsfehler, unerwünschte mikrobiologische Aktivität oder Kontamination gehören hingegen in die Rubrik "Weinfehler".PB20130310 

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