Anbaustopp

Verbot von Rebenneupflanzungen in der EUZur Vermeidung von Übermengen wurde im Jahr 1976 EU-weit ein Anbaustopp für Reben im Ertragsweinbau ausgesprochen, der bis heute immer wieder verlängert wurde, die derzeit gültige Frist läuft Ende 2015 aus. Danach sollen bis 2030 jährlich maximal 1 % der bestehenden Anbaufläche hinzukommen können - was sich aber ganz schön summieren kann. Das Gesetz wurde immer wieder durch einzelne Ausnahmeregelungen aufgehoben, z. B. um eine (national oder regional) längerfristig bestehende Nachfrage bedienen zu können. Neben der Vermeidung von Übermengen dient der Anbaustopp - quasi als Zusatznutzen - auch dem Schutz der Landschaft.Zuletzt hatten sich zahlreiche Winzer vor allem aus Anbaugebieten mit vielen Steillagen besorgt gezeigt, weil einige EU-Weinbauländer und Teile der EU-Kommission selbst eine komplette Aufhebung des Anbaustopps und damit die (dann allerdings immer noch genehmigungspflichtige) Nutzung beinahe beliebiger Flächen für den Weinbau gefordert hatten. Dieses Ansinnen wurde jedoch, allerdings unter Inkaufnahme des oben genannten Kompromisses mit der 1-Prozent-Regelung zurückgewiesen.PB20150320 

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