Amerikanerreben

Sammelbezeichnung für amerikanische WildrebenAls Amerikanerreben gelten alle in Amerika heimischen (wilden) Weinreben, die nicht der Art Vitis vinifera angehören. Für den Ertragsweinbau sind Reben solcher Sorten in der EU nicht zugelassen, allerdings wäre ein solches Unterfangen auch nicht besonders erfolgreich, denn Amerikanerreben zeichnen sich durch einen ziemlich unangenehmen Geruch und Geschmack aus, der verallgemeinernd als "Fox-Ton" bezeichnet wird (siehe dort). Die Amerikanerreben haben allerdings den gewaltigen Vorteil, gegen die Wurzelreblaus weitgehend resistent zu sein, weshalb sie als Unterlagsrebe für aufgepfropfte Edelreiser von Vitis vinifera oder der Zucht solcher Unterlagen praktisch unersetzlich sind. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Nutzung zur Züchtung von so genannten Piwis, also (fast) pilzresistenten Sorten, hauptsächlich gegenüber Echtem und Falschem Mehltau. Da diese Pilze wie die Reblaus aus Amerika eingeschleppt wurden, haben Amerikanerreben entsprechende Abwehrmechanismen, derer man sich bei der Kreuzung bedienen möchte. Sorten, die dabei herauskommen, werden auch als interspezifische Rebsorten oder Hybriden bezeichnet; bisweilen schmeckt man ihnen ihre Abstammung auch noch an.PB20130522 

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