Agglomerat-Korken

Presskorken aus den Abfällen (Korkgranulat) der regulären KorkproduktionPresskorken bestehen aus den Abfällen der Herstellung verschiedener Korkprodukte. Damit sie gut zusammenhalten, müssen sie bei der Pressung mit einem Bindemittel (z. B. Polyurethan) versehen werden. Bessere Schaumweinkorken verfügen über zwei verklebte Naturkorkscheiben (der Spiegel), damit der Flascheninhalt nicht mit dem Bindemittel in Kontakt gerät (siehe unten). Bei Wein kommen Presskorken nur bei einfachen Qualitäten zum Einsatz, Exemplare mit Spiegel werden seltener verwendet. Agglomerat-Korken sind auf jeden Fall preisgünstiger als gleich große Naturkorken.Neben einer ähnlich großen Korkschmeckerrate (TCA) wie bei Naturkorken kann auch ein als "Leimton" bezeichneter Fehler eine signifikante Beeinträchtigung bei mit Presskorken verschlossenen Weinen darstellen. Wegen der Art der Herstellung aus vermahlenen Korkresten tritt bei Agglomerat-Korken dieser Leimton an einer ganzen Partie auf (im Übrigen auch der Korkton). Der Fehlton wird hervorgerufen von einem in der Industrie als Lösungsmittel verwendeten Stoff namens 1,2,3,4-Tetrahydronaphtalin (THN), der allerdings erst nach einer längeren Kontaktzeit des Korkbindemittels mit dem im Wein enthaltenen Alkohol entsteht. Das erklärt, warum der Leimton bei sehr bald nach der Abfüllung getrunkenen Weinen manchmal nicht zum Tragen kommt, obwohl er möglicherweise bereits angelegt ist. PB20130710 

Zurück