abstechen, Abstich

Umfüllen von Wein aus Fässern oder Tanks zur Trennung vom BodensatzFür den Abstich wird das Fass am Zapfloch mit einem speziellen Abstichhahn "angestochen". Das Zapfloch liegt etwas erhöht, damit man die abgesenkten Trubstoffe, die es durch den Abstich zu isolieren gilt, mit der Lanze des Abstichhahns nicht aufwirbelt. Traditionell wurde für diesen Vorgang der Holzzapfen an der Fassfront zunächst mit einem Holzhammer gelockert und dann mit einer Hand aus dem Zapfloch herausgezogen. Quasi im selben Moment musste der Abstichhahn mit der anderen Hand eingeführt werden - wer dabei nicht mehr als ein halbes Gläschen Wein vergoss, galt als Meister seines Fachs. Moderne Gebinde verfügen jedoch über einen fest installierten Abstichhahn, so dass die Kunst des "Abstechens" immer mehr in Vergessenheit gerät. Bei jedem Abstich zieht der Wein in ein anderes Fass (oder Tank) um. Für diese "Umzüge" kann man den Wein mithilfe der Schwerkraft besonders schonend in tiefer liegende Gebinde laufen lassen, üblicherweise werden jedoch - baulichen Gegebenheiten folgend - geeignete (Impeller-)Pumpen eingesetzt. Der so genannte 1. Abstich findet nach der Gärung statt; er wird zum Abtrennen des Weins von den abgestorbenen Hefen und anderen Trubstoffen durchgeführt. Je nach Art des Weines gibt es weitere Abstiche, die alle auf dieselbe Art durchgeführt werden.PB20130227 

Zurück